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Holzblog - Aus dem Alltag der Firma Schacht Holzbau ...

August 2012



Argumente für das Bauen mit Holz

Die vorbildliche Umweltbilanz des Naturmaterials ist einer der Gründe, mit Holz zu bauen – aber längst nicht der einzige.

Während in Amerika wie auch in vielen anderen Ländern von Japan bis Skandinavien traditionell ein Großteil der Wohnhäuser aus Holz errichtet werden, stand man der Holzbauweise in Deutschland lange Zeit zu Unrecht skeptisch gegenüber.
Heute allerdings, in Zeiten von Energiewende und Ressourcenknappheit, wird der nachwachsende Rohstoff von einer modernen Generation von Bauherren als ideales Konstruktionsmaterial neu entdeckt, zählen deutsche Holzbauunternehmen und Hersteller von Holzwerkstoffen zu den innovativsten der Welt.
Die vorbildliche Umweltbilanz des Naturmaterials ist einer der Gründe, mit Holz zu bauen – aber längst nicht der einzige. Konstrukteure und Statiker schätzen zum Beispiel die hohe Festigkeit, die Holz bei relativ geringem Gewicht aufweist.
Man kann also schlankere Bauteile einsetzen, von denen Bauherren angesichts hoher Grundstückspreise profitieren: Dicke Wände sind verschenkter Platz und kosten unnötig Geld. Statische Nachteile hat diese Konstruktion übrigens nicht: Moderne Holzgebäude zeichnen sich durch enorme Standfestigkeit aus und werden aus diesem Grund selbst in erdbebengefährdeten Gebieten errichtet.
Ein entscheidender Vorteil aus bauphysikalischer Sicht ist die Energieeffizienz der Holzbauweise. Holz ist nämlich gleich in mehrfacher Hinsicht ein Niedrigenergie-Baustoff. Erstens verbraucht ein Holzhaus weniger Energie für seine Herstellung als ein Haus in konventioneller Bauweise. Mit dem gleichen Energieaufwand, der für die Herstellung 300 Kilo Zement benötigt wird lässt sich eine Tonne Schnittholz produzieren, also etwa drei Mal so viel Material.

Holz dämmt gut
Zweitens verbessert die geringe Wärmeleitfähigkeit von Holz die Dämmung. Das nutzen die Hersteller von Fertighäusern in Holzbauweise, um immer energieeffizientere Gebäude zu entwickeln – zum Vorteil der Bauherren. Was Heizenergie spart, fördert ganz nebenbei die Wohngesundheit: Die Wände von industriell gefertigten Holzhäusern sind vom ersten Tag an trocken, das Haus muss also nicht erst „trockengewohnt“ werden. Das Naturmaterial gleicht Schwankungen der Luftfeuchtigkeit in den Wohnräumen aus und erzeugt ein behagliches Raumklima.
Und drittens entstehen bei der Herstellung von Holzprodukten keine Abfälle. Rinde, Späne und Restholz werden vollständig verwertet. Ein Beleg der Umweltbilanz: Hochgerechnet entlastet ein Einfamilienhaus in Holzfertigbauweise die Atmosphäre von 27 Tonnen CO2. Das entspricht dem Kohlendioxidausstoß von mehr als zehn Jahren Autofahren oder 40 Flugreisen von Köln nach Mallorca.
Wer den Bau eines Holzhauses erwägt, denkt häufig zuerst an ein klassisches Schwedenhaus. Doch die schwedische Bauweise hat schon lange nicht mehr nur mit den rot-weißen Häuschen à la Astrid Lindgren zu tun. Holzfertighäuser haben unterschiedlichste Grundrisse, eine offene Bauweise, hohe Decken und lichtdurchflutete Räume für viel Lebensgefühl.

Quelle: NORDSEE-ZEITUNG, 18.08.2012



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